„… dann können wir auch 2021 hoffnungsvoll entgegensehen“

Neujahrsgruß der Pfarrgemeinde

Erinnern Sie sich noch an den Neujahrsempfang 2020 in Sankt Anton?
Wir waren drüben im Pfarrzentrum, stießen mit Sekt aufs neue Jahr an und feierten nebenher Geburtstag von Hermann Prasnowski, unserem Cheforganisator fürs leibliche Wohl. Wie immer gab es hervorragende Kanapees mit perfektem Service. Dazu stimmungsvolle Musik unserer Kirchenmusikerin am Klavier. Wir ließen uns über die Baupläne zum Kindergarten-Neubau informieren. Alle waren voller Vorfreude aufs neue Jahr 2020.

Und heute? Wenn wir auf das vergangene Jahr 2020 zurückblicken, denken vor allem an eines: Corona. Und hoffen vor allem eines: dass es bald vorbei ist mit dieser Epidemie.
Trotzdem war 2020 kein verlorenes Jahr, denn es ist viel passiert und entstanden – trotz Covid19!

Schauen wir auf den Kindergarten: Der Neubau steht. Er findet von Fachleuten großes Lob und passt sehr gut zu unserer Kirche. Im Frühjahr wird er auch innen betriebsbereit sein und in schönen modernen Räumen Platz für insgesamt 100 Kinder in vier Gruppen bieten. Aktuell, während der alte Kindergarten abgebrochen wird, sind die Kinder, wegen Corona nur als eine kleine Notgruppe, im Pfarrzentrum als Zwischenlösung untergebracht. Aber auch das haben wir ermöglicht und gemeinsam gemeistert, vor allem durch den großartigen Einsatz des Kindergartenteams rund um ihre Leiterin Regina Huber und den hoch engagierten Mitgliedern des Elternbeirats. Die große Erfahrung unseres Pfarrers Wolfgang Reischl mit Kindergartenprojekten kam auch unserem Neubau zugute und erwies sich als Glücksfall auf dem nicht immer einfachen Weg zum Ziel.

Für die Kirchenverwaltung ist das Bauvorhaben im Herzen von St. Anton ein großer Kraftakt und wir sind froh, dass er mit vereinten Kräften bald geschafft ist. Der Wohnungsbau und das Antoniushaus übernahm in Erbpacht unser Partner KRo Immobilien mit Karl Kotz. Wir sind sehr dankbar, dass sich Karl Kotz auf dieses Abenteuer eingelassen hat. So können wir uns in Zukunft auf unsere wichtigsten Gebäude – Kirche, Pfarrzentrum und Kindergarten konzentrieren..

„Kommt und seht“ – der Spruch an der Wand unseres Pfarrzentrums, das Motto für unseren Gemeinde bekam in Zeiten von Lockdown und Gottesdienstverbot einen besondere Bedeutung, ja Nachdruck. Denn wo das Zusammenkommen untersagt ist, muss es trotzdem einen Ort geben, an dem man sich zurückziehen, zu Gott kommen kann, aber auch an dem es etwas zu sehen gibt.

Unsere Kirche hat sich gerade in diesen stillen Tagen als Ort der Besinnung, zu einem Anlaufpunkt entwickelt, angereichert durch viele spirituelle Angebote wie Meditationen, Gebete und Denkanstöße, ja mitunter kleinen Geschenken. Eine schöne Einrichtung, die uns immer noch begleitet und bereichert, im Advent sogar musikalisch und an Weihnachten mit einem Krippenweg erweitert. Doch das Sehen macht vor den Kirchentüren nicht halt: Grußbotschaften der Ministranten an den Zäunen, wechselnde Bilder im Fenster des Pfarrzentrums, die auch in der Dunkelheit ein beleuchteter Hingucker sind, und nicht zuletzt die Hauspost der Pfarrei, damit auch jene erreicht werden, die nicht in die Kirche kommen können.

Angestoßen von einer Gruppe Aktiver aus Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat um und v.a. durch unsere Pastoralreferentin Frau Maria-Theresia Kölbl ist viel passiert und Gutes entstanden, das dem Ausspruch unseres Hochwürdigsten Herrn Bischof Rudolf gerecht wird: „Wir lassen nichts ausfallen, sondern uns etwas einfallen!“ Das gilt auch sicher für den eingeführten Ordnerdienst, der sich zum Begrüßungsdienst entwickelt hat und immer wieder Anlass für schöne Begegnungen und freundliche Gemeinschaft ist.

Diese Gemeinschaft gab es auch andernorts im Großen wie im Kleinen: Bücherlieferdienst der Pfarrei, Grüße und Steinkette des Kindergartens, regelmäßige Telefonanrufe und Nachbarschaftshilfe, gemeinsames Singen an Ostern und Weihnachten mit den Nachbarn oder kleine Osterfeuer in den Gärten. Aufeinander achten, verbunden sein das entstand ebenfalls im letzten Jahr, tat gut und wird uns weiterhin gut tun.

Sinnbildlich dafür steht unsere Pfarrwallfahrt, die von unserer Gruppe der Jakobspilger auf neuen Wegen zu vertrautem Ziel privat unternommen wurde und an der viele Mitglieder der Pfarrei sich mit auf den Weg gemacht haben.

Mag das vergangene Jahr anders, beschwerlich, bisweilen traurig gewesen sein, aber es ist gemeinsam viel Neues und Gutes entstanden, auf das wir uns auch im neuen Jahr freuen können.

Schwer bewegt uns das Schicksal von unserem Prof. Dr. Klaus Müller, der noch immer sehr an den Folgen seines tragischen Unfalls leidet. Wir sind im Gebet bei ihm.

Abschied nehmen mussten wir leider von unserem hochverdienten ehemaligen Pfarrer Monsignore Karl Wohlgut. Traurig stimmte uns auch die Nachricht vom Tode unseres langjährigen, sehr geschätzten Pfarrgemeinderatsmitglieds und spirituellen Begleiters Pfarrer i. R. Helmut Heiserer. Möge der Herr beide aufnehmen in sein ewiges Reich.

Doch es gab auch erfreuliche Ereignisse: Unser Herr Pfarrer Wolfgang Reischl feierte sein 25jähriges Priesterjubiläum. In Zeiten der Pandemie fand sich bisher keine Gelegenheit, in großer Runde zu gratulieren, was wir hiermit nachholen. Wir wünschen Ihnen von ganzen Herzen alles Gute und Gottes Segen für viele weitere Dienstjahre im Weinberg des Herrn.

Mit Ihnen, lieber Herr Pfarrer Reischl, schauen wir zuversichtlich in die Zukunft und vertrauen gemeinsam auf Gottes Hilfe.

Pfarrgemeinde St. Anton,

Wolfgang Reischl, Pfr.; Robert Seitz, Kirchenpfleger

Während der Abbrucharbeiten des alten Kindergartens gelangen unserer Pastoralreferentin, Frau Maria-Theresia Kölbl, diese Aufnahmen eines den neuen Kindergarten berührenden Regenbogens – an dessen Ende der Legende nach ja ein Goldtopf vergraben liegen soll… Ein hoffnungsvolles Zeichen für den hoffentlich bald mit Leben gefüllten neuen Kindergarten: