Sachausschuss Eine-Welt

Der Sachausschuss „Eine Welt möchte den Fairen Handel fördern und das Verantwortungsbewusstsein für eine gerechtere Welt in unserer Pfarrei wach halten. Schwerpunkt unserer Arbeit ist der regelmäßige Verkauf von Eine-Welt-Waren im Pfarrsaal (ca. sechs Mal im Jahr), meist in Verbindung mit einer Probieraktion und Kaffeeausschank.

Termine 2017
01./02. Juli: Verkauf beim Patrozinium,
23./24. September: Verkauf bei allen Gottesdiensten und Eine-Welt-Cafe
11./12.November: Gemeinssame Aktion mit der Pfarrbücherei


Grundsätze des Fairen Handels

Fairer Handel ist Hilfe zur Selbsthilfe: Die Erzeuger bekommen für ihre Produkte einen Preis, der das Existenzminimum sichert. Sie werden für den Anbau und die Vermarktung geschult und bilden Erzeugergemeinschaften.

Fairer Handel stärkt die ländlichen Strukturen: Ein Teil des Erlöses muss in das Gemeinwesen investiert werden, z.B. in Schulen, medizinische Versorgung, Beratung.

Fairer Handel fördert Klima- und Naturschutz: Immer mehr Lebensmittel werden nach den Regeln des ökologischen Landbaus produziert. Viele Produkte haben das Naturland-Siegel und sind gentechnikfrei.
(Siehe auch Antoniusjournal 3/2013)

Wer wir sind
Derzeit sind wir eine Gruppe von sechs Frauen, denen dieses Thema am Herzen liegt. Weitere interessierte Personen sind herzlich willkommen, bei uns mitzuarbeiten bzw. uns bei einzelnen Aktionen zu unterstützen. Wir freuen uns, wenn Sie uns ansprechen.


Impressionen vom Verkauf



(Foto Alexandra Edenhart)


mehr Fotos von den Verkaufsveranstaltungen bitte hier klicken Fotos


Unser Projekt: Kinderheim Emerald Hill/Zimbabwe





Was ist das für ein Kinderheim?
Das Kinderheim Emerald Hill wurde 1914 von den Strahlfelder Missionsdominikanerinnen gegründet und wird heute von europäischen und einheimischen Schwestern dieser Kongregation geführt.
Es werden alle Kinder aufgenommen, die nicht Zuhause wohnen können. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Viele der Kinder sind AIDS-Waisen oder wurden von ihren Eltern ausgesetzt, manche haben zwar noch einen Elternteil, der die Kinder aber aus Armut nicht versorgen kann, andere Kinder werden von den dortigen Sozialbehörden aus der Familie genommen oder sind von Zuhause weggelaufen.
Die Schwestern vor Ort und das angestellte Personal bemühen sich nach Kräften, den Kindern eine Heimat zu geben. Doch sie müssen nicht nur für das Schulgeld für die Kinder aufkommen, sondern es fehlt oft am Nötigsten (Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung).
Die Kinder können bis zum 16. (Buben) bzw. 18. Lebensjahr (Mädchen) in Emerald Hill bleiben, d.h. sie erhalten dort eine angemessene schulische und berufliche Bildung, die es ihnen erlaubt, ihr Leben aus eigener Kraft zu bewältigen.
Zum 100jährigen Bestehen konnten über 3000 ehemalige BewohnerInnen eingeladen werden. Nicht wenige von ihnen kamen, dankbar dafür, dass ihnen Emerald Hill trotz aller Widrigkeiten einen Weg ins Leben ermöglicht hat.

Informationen zu den Strahlfelder Missionsdominikanerinnen finden Sie unter: www.dominikanerinnen.net





Zimbabwe
liegt im südlichen Afrika und verfügt über eine Fläche von 390.757 km² mit ca. 12 Millionen Einwohnern. Auch heute noch ist das Land bei uns eher bekannt als das ehemalige Südrhodesien und hat die Länder Sambia, (Namibia,) Botswana, Südafrika und Mosambik als Nachbarn.
Das Land wäre aufgrund seiner abwechslungsreichen und spektakulären Natur touristisch hoch interessant und ist wunderschön. Auch sollten die Erträge der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen für eine Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ausreichen.
Doch leiden die Menschen heute weithin unter Hunger, Arbeitslosigkeit (ca. 90 % der Bevölkerung) und Energieknappheit. Verursacht wurde diese Misere durch die Folgen der Apartheid und durch Misswirtschaft und Diktatur nach der Unabhängigkeit (1980) der ehemals britischen Kolonie.
Für den allergrößten Teil der Bevölkerung fehlt es nicht nur an Nahrung und medizinischer Versorgung, es ist auch sehr schwierig, dringend benötigte Arbeitsmittel wie z.B. einen Autoreifen zu bekommen. Selbst wer Geld hat, kann häufig nichts kaufen, da die Versorgung vor allem auf dem Land sehr schlecht ist.
Das Land verfügt über keine eigene Währung mehr, der Zimbabwe-Dollar wurde 2009 ausgesetzt. Wenn es etwas zu kaufen gibt, müssen die Waren mit Euro, US-Dollar oder Rand (südafrikanische Währung) bezahlt werden.









Warum unterstützen wir Emerald Hill ?
Im Herbst 2013 haben die Frauen des Frauentreff St. Anton zwei Tage im Gästehaus der Missionsdominikanerinnen in Strahlfeld verbracht. Dort hat uns Sr. Flavia Büglmeier sehr eindrücklich von der Arbeit ihrer Mitschwestern im südlichen Afrika erzählt, auch von der geplanten Solaranlage für Emerald Hill.
Bereits zuvor hatten sich ein paar Frauen (mittlerweile als Sachausschuss „Eine Welt“ des PGR organisiert) zusammengefunden, die daran arbeiten, unseren Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zu lenken, den Fairen Handel zu fördern.
Gemeinsam wurde dann die Idee geboren, den Bau der Solaranlage zu unterstützen.




(Fotos Emerald Hill)

Was machen wir mit dem Erlös aus unseren Aktionen bzw. mit Ihren Spenden?
Dank Ihres Interesses und Ihrer großzügigen Unterstützung konnten wir im Jahr 2015 einen Betrag von insgesamt 1.100,-- Euro für Emerald Hill weitergeben.
Um in dem krisengebeutelten Land von der öffentlichen Stromversorgung unabhängig zu sein – Siehe auch Informationen zu Zimbabwe – , sind die Schwestern dabei, für das Kinderheim eine eigene Solaranlage aufzubauen.
Leider hat vor ein paar Wochen ein Gewitter Teile der mittlerweile weitestgehend fertiggestellten Anlage zerstört.
Unsere Unterstützung wird also auch in Zukunft notwendig sein.

(Text )


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